Atomfabriken in Deutschland versorgen trotz des Atomausstiegsbeschlusses der Bundesregierung weiterhin Kraftwerke weltweit mit Brennstoff – darunter besonders marode Meiler wie die im belgischen Tihange und Doel. Statt wirksame Maßnahmen dagegen zu ergreifen, betreibt die Bundes- und Landespolitik zahme Symbolpolitik.
Ein Kommentar von Philip Bedall:
Kaum ist nach einem Störfall Ruhe eingekehrt, wartet der nächste auf – in den belgischen Atomkraftwerken (AKW) Doel und Tihange reißt die Pannenserie nicht ab: Anfang Juni schaltete sich am AKW Doel Reaktor 4 nach einem technischen Defekt komplett ab. Andere Reaktoren – Tihange 3 und Doel 3 – mussten wegen poröser Betondecken vorübergehend stillgelegt werden. Und nicht zu vergessen: Schon vor Jahren wurden in den Druckbehältern der Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 Tausende Haarrisse entdeckt, die im Falle eines Störfalls die Sicherheit besonders gefährden. Doch geht es nach der belgischen Regierung, so sollen die Reaktoren noch bis 2025 weiterbetrieben werden. Ein unkalkulierbares Risiko!
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